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Das Bild zeigt ein Jungtier des Jahrgangs 1999 mit einer starken Panzeranomalie, d.h. die Schilder der linken Seite und die in der Mitte sind nicht in 4 gleich große Schilder geteilt, sondern die Schilder sind teilweise nochmals unterteilt, manchmal sogar unsymmetrisch angeordnet.
Die Bebrütungstemperatur ist nicht nur für die Geschlechterfixierung sondern auch für einen höheren prozentualen Anteil von Panzeranomalien, als das Vorkommen in der freien Natur, verantwortlich. Ich bin der Meinung, dass gerade eine höhere Inkubationstemperatur ein Hauptfaktor für das Auftreten von Panzeranomalien darstellt.
Immer wieder wird die Frage nach der Bebrütungstemperatur der Eier von Europäischen Landschildkröten gestellt. Hintergrund ist ein möglichst hoher Prozentsatz an weiblichen Tieren zu erzielen. Deshalb habe ich mich entschlossen die Ergebnisse der Inkubation zu veröffentlichen.
Es wurden Eier von 4 verschiedenen Züchter ausgebrütet.
Bei keinem der Elterntiere ist eine Schilderanomalie vorhanden!
Sicher ist die Bebrütungstemperatur nicht allein ausschlaggebend für das Auftreten von Panzeranomalien. Die Luftfeuchtigkeit (sie wurde bei ca. 70% gehalten) sowie Erbanlagen der Elterntiere spielen wahrscheinlich auch eine Rolle.
Ich möchte nicht behaupten, dass diese Übersicht eine wissenschaftliche Aussage machen kann, aber einen Anhalt kann sie sicher geben. Davon bin ich überzeugt.
Zuchtjahr 2001Inkubator 1Im Jahr 2001 habe ich den Inkubator 1 mit einer konstanten Temperatur von 32,5 °C betrieben. Über die Schlupfrate und das Auftreten von Panzeranomalien bei Thb, Thh und Tm habe ich nachfolgende Übersicht erstellt. Inkubator 1 - Grafik
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Inkubator 1 -
32,5°C konstant
70-80%
Luftfeuchtigkeit
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Gesamt
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Thb
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Thh
|
Tm
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Anzahl der Eier
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88
|
55
|
7
|
26
|
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Geschlüpfte Tiere
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68
|
40
|
6
|
22
|
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Schlupfrate in %
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77,20%
|
72,70%
|
85,70%
|
84,60%
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Anomalie vorhanden
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12
|
10
|
0
|
2
|
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%-Anteil von Anomalien
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17,60%
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25%
|
0%
|
9%
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Inkubator 2Der Inkubator 2 wurde mit einer konstanten Temperatur von 32,0 °C betrieben. Die nachfolgende Übersicht zeigt Ihnen das Ergebnis der Schlupfrate und das Auftreten von Panzeranomalien bei Thb, Thh und Tm
Inkubator 2 - Grafik
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Inkubator
2 -
32, 0°C konstant
70-80%
Luftfeuchtigkeit
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Gesamt
|
Thb
|
Thh
|
Tm
|
|
Anzahl der Eier
|
63
|
48
|
4
|
11
|
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Geschlüpfte Tiere
|
46
|
35
|
3
|
8
|
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Schlupfrate in %
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73,1%
|
72,9%
|
75,0%
|
72,7%
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Anomalie vorhanden
|
7
|
7
|
0
|
0
|
|
%-Anteil von Anomalien
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15,2%
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20%
|
0%
|
0%
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Inkubator 3Das Ergebnis des Inkubators 3 mit einer Temperatur von 33,0 °C und einer Nachtabsenkung über 4 Stunden auf ca. 23°C erbrachte folgendes Ergebnis:
Inkubator 3 - Grafik
Inkubator
3
33°C mit Nachtabsenkung
auf 23°C über 4 Stunden |
Gesamt |
Thb |
Thh |
Tm |
| Anzahl
der Eier |
37
|
29 |
|
8 |
| Geschlüpfte
Tiere |
28 |
23 |
|
5 |
| Schlupfrate
in % |
75,60% |
79,30% |
|
62,50% |
| Anomalie
vorhanden |
11 |
11 |
|
0 |
| %-Anteil
von Anomalien |
39,20% |
48% |
|
0% |
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