Bilder des Jahres 2010
Auf dieser Seite können Sie jeden Monat ein "Bild des Monats 2010" sehen und bewerten.
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Das Bild des Monats enthält immer auf die Jahreszeit abgestimmte Informationen aus der Hand eines Praktikers.
Danke
Ihr Gerhard Eger
Das Bild des Jahres ermittelt sich nach der, mit allen abgegebenen Stimmen, erreichten Punktzahl innerhalb von 6 Monaten.
Bild des Monats Dezember 2010
Quasi über Nacht hat sich der Winter bei uns ungenistet. Eine schöne Winterlandschaft zeigt sich zur Zeit in Süddeutschland. Die Gehege der Landschildkröten sind fast nicht mehr zu erkennen. Und doch "schlafen" dort in dem Frühbeetkasten mehrere Tiere.
Seit einigen Jahren praktiziere ich mit zwei Gruppen meiner Landschildkröten die sogenannte "kontrollierte Freilandüberwinterung". Die Tiere hibernieren in einer unter dem Frühbeetkasten angelegter Überwinterungsgrube. Die Wände sind isoliert, der Luftbereich wird über einen Thermostat kontrolliert und bedarfsmäßig schalten sich zwei 60-Watt Keramikstrahler ein.
Weitere Infos und Bilder finden Sie auf meiner Website unter "Winterruhe".
Klick: Freilandüberwinterung
Klick: Bau einer Frühbeetanlage mit Überwinterungsmöglichkeit
Dezember 2010 4.17 (422 votes)
Bild des Monats November 2010
Der Winter kündigt sich an. Jetzt ist es höchste Zeit um nach den Tieren im Freiland zu schauen. Dieses Horsfieldii-Weibchen hatte sich schon komplett unter einen Grasbüschel vergraben. Wie man auf dem Bild unschwer erkennen kann, hat sie den Grasbüschel dabei vollkommen "ausgegraben".
Wenn man zu spät nach den Tieren schaut, dann sind manche Tiere nicht mehr zu finden und das könnte dann fatal enden!
Von einer unkontrollierten Freilandüberwinterung ist dringend abzuraten. Auch wenn es Beispiele gibt, wo es einige Jahre "gut gegangen" ist, so gibt es genauso viele Beispiele, wo es in einem Jahr eben nicht mehr "gut ging" und das Tier dies mit dem Leben bezahlte.
Eine kontrollierte Freilandüberwinterung ist möglich. Ein Beispiel hierzu finden Sie auf meiner Website unter "Winterruhe".
Klick: Freilandüberwinterung
Klick: Bau einer Frühbeetanlage mit Überwinterungsmöglichkeit
November 2010 4.26 (166 votes)
Bild des Monats Oktober 2010
Jetzt im Herbst ist es notwendig die Nachzuchttiere zu fotografieren und die Fotodokumentation zu erstellen.
Auf diesem Bild sind die verschiedenen Farbvarianten der Griechischen Landschildkröte - Testudo hermanni beottgeri - zu sehen. Obwohl die Tiere bis auf wenigen Wochen alle gleich alt sind, sind sie doch recht unterschiedlich groß. Dies ist eine ganz normale Varianz, da manche Tiere größere Eier legen, aus denen dann auch größere Schlüpflinge schlüpfen und aus kleineren Eiern schlüpfen dann kleinere Tiere.
Oktober 2010 3.80 (152 votes)
Bild des Monats September 2010
Der Herbst kündet sich an. Dies ist jetzt eine gute Zeit, um die Gehegepflanzung zu ergänzen oder erneuern.
Beim Schildi-Infotag 2010 unseres Schildi-Stammtisches in Tübingen konnte man sich nicht nur gut informieren und Fachgespräche führen sondern auch "eindecken" mit Futter- oder Gehegepflanzen.
Weitere Bilder finden Sie hier: <Klick>
September 2010 4.51 (374 votes)
Bild des Monats August 2010
Eine Box für die ersten Wochen der Schlüpflinge ist gerichtet.
Das Substrat ist ein Gemisch aus Mutterboden, Rindenhumus, Kokosfasersubstrat, Flusssand sowie Bimssand. Ein Streifen ist mit Kalkschotter ausgelegt. Ein Teil wird noch mit Grasschnitt und ein Teil mit Stroh bedeckt, so dass die Tiere ein kleines Dickicht vorfinden. In dieser Deckschicht fühlen sich die Tiere geborgen.
Die ganze Box steht in einem Frühbeet mit Alltopabdeckung, automatischem Fensteröffner und wird bei Bedarf schattiert.
Eine Bilderstrecke über das Herrichten der Box habe ich hier eingestellt: http://www.villa-testudo.de/index.php?id=40
August 2010 4.50 (174 votes)
Bild des Monats Juli 2010
Jetzt ist Sommerzeit! Diesen Sommer haben wir uns lange gewünscht und das haben unsere Schildis in ihren Heimatländern jedes Jahr. Die Temperaturen liegen bei 30°C und es regnet sehr wenig. Deshalb wird in den Biotopen das "Grün" zu "Braun". Die Tiere finden nur noch sehr wenig frisches Grün und sind auf Heufutter angewiesen. Nur noch trockene Blätter, Blüten, Samenkapseln u.a. finden sie jetzt.
Auch wir sollten jetzt auf Heufutter umstellen und zumindest jeden zweiten Tag Trockenes füttern.
Man kann selbst gemachtes Heu verwenden oder aber speziell für die Schildkröten zusammengesetztes Heufutter kaufen. Hier empfehle ich aus jahrelanger guter Erfahrung heraus das AGROBS-Futter (www.agrobs.de) aus dem Allgäu.
Für jüngere Tiere empfehle ich das "Fibre" oder speziell im Herbst oder Frühling, als zusätzliches Ballastfutter über das Grün gestreut, das "Baby". Leider gibt es das "Baby-Futter" nur in der Schmuckdose.
Für größere Tiere empfiehlt sich das "Testudo" oder das "Herbs" (mit etwas höherem Proteingehalt) in der Pelletsform. Diese Pellets weiche ich in einer Schale mit Wasser auf und mische darunter geriebene Karotten. So wird das ballaststoffreiche Futter von allen meinen Tieren gerne angenommen.
Juli 2010 4.03 (263 votes)
Bild des Monats Juni 2010
Diesen Monat zeige ich zwei Breitrandschildkröten, Testudo marginata. Sie stammen aus der Villa-Testudo und sind Nachzuchten von 2003. Sie leben seither bei Simon Heinz in der Nähe von Regensburg, der mir dieses Bild gesandt hatte.
Die beiden Tiere sind wunderschön gewachsen und haben sich als weiblich herausgestellt. Sie wiegen jetzt 750 bzw. 510 Gramm.
Juni 2010 4.68 (270 votes)
Bild des Monats Mai 2010
Für die Gruppe der Testudo hermanni hermanni (Westrasse der Griechischen Landschildkröte) musste im April dieses Jahres gut zugeheizt werden. Der April war für die Tiere einfach zu kalt. Mit einer Heizung kann die Haltung der Tiere sehr gut verbessert werden.
Die links im Bild zu sehende Zistrose (Cistus) im Gewächshaus beginnt Ende April bereits zu blühen. Seit einigen Jahren ist diese Pflanze eingegraben und überwintert im Gewächshaus problemlos. Sie blüht jetzt ununterbrochen bis in den Herbst hinein und kann dann gut zurückgeschnitten werden.
Cistus gehört zu der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae) und ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Die Zistrosen bilden einen Hauptbestandteil der Garigue, dem Biotop unserer Schildis. Sie wachsen auf trockenen und steinigen Flächen.
Sie gelten auch als Heilkräuter.
Weitergehende Infos - auch über die Heilwirkung - finden Sie unter
http://www.heilkraeuter.de/lexikon/zistrose.htm
Mai 2010 4.56 (114 votes)
Bild des Monats April 2010
Diese große Geierschildkröte wird Anfang April nach Beendigung der Winterruhe in den Teich umgesetzt. Sie gehört zu der Familie der Alligatorschildkröten.
Das Bild fotografierte ich im Garten eines Schildkrötenliebhabers. Man kann sich sehr gut vorstellen, dass diese Tiere in der Größe nicht ganz harmlos sind, denn es sind Jäger.
Auszug aus Wikipedia:
Der Kopf der Geierschildkröte ist massig und der stark hakige Oberkiefer ist schnabelartig langgezogen, was dieser Schildkröte den deutschen Namen einbrachte. Dabei sind ihre Augen seitwärts gerichtet. Kopf und Hals sind mit höckerigen, stachelartigen Tuberkeln überzogen. Der Schwanz ist im Verhältnis zum Panzer sehr lang und besitzt einen Höckerkiel auf seiner Oberseite. Die Weichteile sind grau bis bräunlich und oben dunkler als unten. Zwischen den mit kräftigen Krallen besetzten Zehen befinden sich Schwimmhäute. Eine weitere Besonderheit ist ihre Zunge. Auf ihr sitzt ein rötlicher Zungenfortsatz, der zur Jagd auf Beute eingesetzt wird. Die Männchen sind größer als die Weibchen, außerdem ist bei ihnen der Abstand von Plastronrand bis Kloakenöffnung größer. Sie erreichen eine Größe bis 90 cm. Dabei können große Exemplare bis 80 Kilogramm schwer werden.
In dem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) veröffentlichten "Entwurf einer Verordnung zur Neufassung der Bundesartenschutzverordnung und zur Anpassung weiterer Rechtsvorschriften" ist die Haltung von Geierschildkröten verboten. Das Verbot gilt nach § 3 "Verbote für nicht besonders geschützte Tierarten" nicht nur für Zucht und Verkauf, sondern auch für die Haltung durch Privatpersonen. Ausgenommen ist die Tierhaltungen unter zoologisch fachkundiger Leitung, die ganz oder überwiegend juristischen Personen des öffentlichen Rechts gehören.
Weitere Infos unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geierschildkr%C3%B6te
April 2010 4.53 (133 votes)
Bild des Monats März 2010
"Guten Morgen!"
Die kleinen Griechischen Landschildkröten sind jetzt wieder aus der Winterruhe erwacht. Nach einer Starrezeit von 8 bis 10 Wochen sind nun alle Nachzuchten seit Mitte Februar wieder im Terrarium.
Mit hellwachen Augen schaut das Kleine aus dem Substrat und wartet nur darauf, bis die Sonne so richtig warm macht.
Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn sich die Jungtiere zum Schlafen in das Substrat eingraben oder zumindest sich in der Schlafhöhle teilweise einbuddeln. Dadurch können die Tiere die für sie sehr wichtige Feuchtigkeit während den Nachtstunden aufnehmen. Dies ist eine wesentliche Grundlage für ein schönes, glattes Panzerwachstum.
Diese Nachzucht schlüpfte als sog. F2-Generation. Es ist eine Nachzucht von einer Nachzucht aus der Villa-Testudo.
März 2010 4.74 (445 votes)
Bild des Monats Februar 2010
Während unsere "Europäer" unter einer dicken Schneedecke, im Kühlschrank oder sonst wo starren und auf das Frühjahr warten, haben die Halter von tropischen Landschildkröten nicht nur jeden Tag die Pflicht sondern auch das Vergnügen nach ihren Tieren zu schauen und sie zu erleben.
Diese Spornschildkröte (Geochelone sulcata) lebt in der Nähe von Stuttgart. Die ganze Größe von etwa 70 cm erkennt man erst beim Vergleich mit der Mädchenhand.
Allerdings muss erwähnt werden, dass eine Haltung solch großer Schildkröten mit einem sehr großen Aufwand verbunden ist.
Für weitere Informationen über diese Landschildkrötenart aus Afrika, biete ich hier diesen Link an:
http://www.sigs.ch/blatt14.aspx
Februar 2010 4.10 (196 votes)
Bild des Monats Januar 2010
Die Entwicklung einer juvenilen Testudo graeca terrestris über 2 Jahre hinweg zeigt dieses Bild. Es ist Ausfluss aus der seit einigen Jahren bestehenden Pflicht der Fotodokumentation für Testudo-Arten.
Ab dem Jahr 2001 beteiligte ich mich mit insgesamt 15 Nachzuchten von Testudo marginata (Breitrandschildkröte) an der bundesweiten Studie, die das Bundesumweltministerium bei der DGHT, mit dem Ziel in Auftrag gegeben hatte, die Eignung natürlicher Kennzeichen zur individuellen Wiedererkennung von Anhang-A-Arten zu ermitteln und die Möglichkeiten der Fotodokumentation zu untersuchen.
Über meine Erfahrungen mit der Fotodokumentation schrieb ich einen Bericht für den Schildkrötenstammtisch Rhein-Main.
Den ganzen Bericht können Sie unter der Seite "Fotodokumentation" --- hier --- anschauen.
Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude.
Januar 2010 3.87 (459 votes)
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